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Verordnungen

Einsatz von Löschdecken nach DIN EN 1869

Löschdecken können in gewissen Situationen bei der Bekämpfung von Entstehungsbränden unterstützen. Dieser Beitrag gibt einen kurzen Überblick über die Inhalte, die in der neuen Norm benannt sind.

Im Oktober 2019 ist die überarbeitete DIN EN 1869 „Löschdecken“ erschienen. Diese ersetzt die DIN EN 1869:2001-01. Dabei wurden umfangreiche Änderungen und Ergänzungen der Norm vorgenommen, um den Einsatz von Löschdecken besser zu spezifizieren. Zudem wurden die Prüfungsbedingungen zur Zulassung von Löschdecken überarbeitet und ergänzt.

Inhalte der DIN EN 1869

In der DIN werden Anforderungen an Löschdecken und deren Aufbewahrung festgelegt. Löschdecken helfen bei der Bekämpfung kleiner Brände in der Entstehungsphase. Zwar ist es möglich, dass sie bei längerem Kontakt mit Flammen ebenfalls brennen, doch in der Entstehungsphase von Bränden erfüllen sie dennoch ihren Zweck. Die Löschdecke erstickt kleine Brände und begrenzt das Risiko, dass die Verwender einen elektrischen Schlag erleiden, wenn Brände von elektrischen Geräten bekämpft werden. Die Norm schränkt den Anwendungsbereich ein, indem nur Löschdecken betrachtet werden, die einmalig durch einzelne Personen verwendbar sind.

Die DIN stellt Anforderungen an

  • Ausführung (Beschaffenheit, Handhaltevorrichtungen, Größe, Gewicht und Aufbewahrung),
  • Brandverhalten,
  • Kennzeichnung sowie
  • den Mindestinhalt des Prüfberichtes für jede geprüfte Löschdecke.

Im Anhang der DIN werden

  • die Prüfbedingungen,
  • die Prüfung des elektrischen Widerstands,
  • die Prüfung des Brandverhaltens bei Speiseölbrand und
  • die Prüfung des Brandverhaltens bei Heptan-Brand vorgegeben.

Quelle (31)

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