BRANDSCHUTZ – FACH­IN­FOR­MA­TIO­NEN FÜR PROFIS

Notruf mal anders – die kuriosesten Feuerwehreinsätze

Wenn die Feuerwehr ausrückt, geht es oft um Leben und Tod. Gebäude müssen erhalten, Sachwerte vor der Vernichtung geschützt werden. Abseits dramatischer Brandereignisse werden die Rettungskräfte aber immer wieder zu höchst kuriosen Einsätzen gerufen.

Wir finden, auch dieser Teil der Feuerwehrarbeit sollte einmal beleuchtet werden. Dies sind einige der skurrilsten Fälle der letzten Jahre:

Dass die Feuerwehr Katzen aus Bäumen rettet, ist ein altes Klischee. Hingegen musste sie in Bad Grönenbach einen Mann im Seniorenalter aus den Ästen befreien. Er war aus Angst vor einem Hund auf einen Baum geklettert und traute sich nicht mehr herunter.

Aber ganz ohne Katzen geht es natürlich nicht. In Bremerhaven wurde die Feuerwehr von der Polizei gebeten, die Tür zu einer Wohnung zu öffnen, aus der verdächtige Geräusche kamen. Menschen wurden nicht angetroffen – dafür zwei Stubentiger, die den Staubsauger angeschaltet hatten.

Für die Heilbronner Feuerwehr ein Klassiker: Eine Katze hatte sich in einer Tiefgarage im Motorraum eines 1er-BMW versteckt und selbst eingeklemmt. Um sie aus ihrer Zwangslage zu befreien, mussten die Einsatzkräfte ein Vorderrad ausbauen.

Noch einmal Heilbronn: Menschen sind auch nicht klüger als Tiere. So hatte ein Teenager einen Mittelfinger in das Loch einer Tischplatte gesteckt und konnte nicht mehr freikommen. Die Feuerwehr klärte das Problem kurz entschlossen mit einer Handsäge.

In Ulm war ein Mann auf das Dach eines Hauses gestiegen. Die darin wohnende Frau hatte nicht auf das Klingeln des aufdringlichen Verehrers reagiert und auch das Dachfenster auf sein Klopfen hin nicht geöffnet. Und so musste die Feuerwehr den Verliebten mit der Drehleiter vom Dach retten.

Kräfte der Feuerwehr machten einen offensichtlich beschwipsten Waschbär in Erfurt dingfest. Er war erst mit Schlagseite über Straßenbahnschienen getorkelt und hatte sich dann vor ein Restaurant zum Schlafen hingelegt.

Verängstigte Anrufer hatten in Angermünde die Feuerwehr gerufen, weil sie über einem nächtlichen Wald einen besorgniserregenden roten Schein wahrgenommen hatten. Was wie ein Flammenmeer wirkte, war aber nichts anderes als der Mond.

In Delmenhorst wollte ein junger Mann den Beweis antreten, dass sich eine Benzinpfütze neben seinem Auto mit dem Feuerzeug nicht so leicht entflammen lässt. Tat sie aber doch! Sein Fahrzeug sowie zwei weitere wurden ein Opfer der Flammen, noch bevor der Löschzug anrückte.

Ein Pferd kann schon mal in einen Pool fallen und muss dann von der Feuerwehr gesund, aber verschreckt herausgefischt werden. Was aber, wenn wie in Tanneck bei Obernheim innerhalb von fünf Jahren dieses Malheur gleich zweimal passiert – nur mit einem anderen Pferd.

Im Zollernalbkreis wurde die Feuerwehr zu einem Strommast gerufen, an dem scheinbar ein lebloser Körper an einem Strick herunterbaumelte. Es stellte sich dann heraus, dass es sich um eine Puppe handelte, die der Netzbetreiber nach einer Übung vergessen hatte.

In Lauenburg meldete eine Frau einen Brand. Die Rettungskräfte konnten vor dem angegebenen Haus aber nur einen Notarztwagen mit eingeschalteter Heckwarnleuchte feststellen. Als diese ausgeschaltet wurde, sagt die Frau am Telefon: „Jetzt ist das Feuer aus.“

Hund, Katze, Maus – Haustierrettungen sind für die Einsatzkräfte der Feuerwehr Routine. Ungewöhnlich jedoch war ein Fall in Wismar. Dort musste ein entfleuchter Königspython auf offener Straße eingesackt werden. Er war durch einen Fensterspalt ausgebüxt.

Auch vier Kamele, die aus einem Zirkus in Hameln entwichen waren, konnten erst von der Feuerwehr wieder eingefangen werden.

Gruselig: Auf dem Münchner Westfriedhof besuchte ein Mann die Krypta unter der Aussegnungshalle. Es war schon spät, und die Tür fiel hinter ihm zu. Bei der Friedhofsverwaltung ging niemand ans Telefon. Nur die Feuerwehr konnte helfen.

In Lörrach war ein Baby schneller als die Feuerwehr: Eine Mutter wusste sich nicht anders zu helfen, als beim Einsetzen der Geburt ihrer Tochter den Notruf zu wählen. Als die Einsatzkräfte eintrafen, hatte die kleine Emilia schon das Licht der Welt erblickt. Mutter und Tochter wurden dann vorsichtig mit der Drehleiter aus dem obersten Stock geholt und ins Krankenhaus gebracht.

Zum Schluss noch eine weitere Tiergeschichte: In Hünxe am Niederrhein nahm die Feuerwehr eine halbe Küche auseinander, weil die Bewohner eines Hauses hinter der Dunstabzugshaube seltsame Geräusche hörten. Nach einer Weile kamen zwei von Küchenfett triefende Eichhörnchen zum Vorschein, die sich offenbar durch die Klappe nach draußen eingeschlichen hatten.

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