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CO-Warnmelder: Privater Schutz vor Gasvergiftung durch Kohlenmonoxid

Im Februar 2025 starb ein Mann in Mülheim an der Ruhr durch eine Gasvergiftung aufgrund einer kaputten Gastherme. Im August führte ein defekter Generator im Keller eines Häuschens einer Münchner Kleingartenanlage zum Tod von zwei Männern. Ein verstopftes Abluftrohr an einer Heizungsanlage in Selm wurde einem 14-jährigen Jungen im November zum Verhängnis – auch er starb an einer Kohlenmonoxid-Vergiftung. Fälle wie diese werfen immer wieder die Frage nach der Installation von CO-Warnmeldern auf. Denn im Unterschied zu den für deutsche Haushalte gesetzlich vorgeschriebenen Rauchmeldern können diese Detektoren Kohlenmonoxid anzeigen. Jedoch gibt es keine CO-Warnmelderpflicht.

Wo besteht ein erhöhtes CO-Vergiftungsrisiko?

Kohlenmonoxid (CO) ist ein heimtückisches Gas. Es ist unsichtbar, geruchlos und kann auch nicht geschmeckt werden. Wird es eingeatmet, kann dies innerhalb von Minuten durch den blockierten Sauerstofftransport im Blut zu Bewusstlosigkeit und zum Tod führen. Dafür genügen oft nur geringe Konzentrationen des Gases in der Atemluft.

In vielen Lebensbereichen kommt Kohlenmonoxid nicht oder nur sehr selten vor. Dann genügen konventionelle Rauchmelder. Alle Öfen oder Kochstellen, in denen Holz, Kohle oder Gas verbrannt werden, bergen hingegen potenzielle CO-Vergiftungsrisiken. Folgende Gefahrenpunkte können Quellen für unbemerkt austretendes CO-Gas sein:

  • Gastthermen und Gasheizungen ohne ausreichenden Luftwechsel
  • Kamine und Kachelöfen ohne die nötige Luftzufuhr
  • verstopfte Schornsteine von Zentralheizungen
  • schlecht gewartete Heizungsanlagen
  • Campingkocher, Grills und Generatoren in geschlossenen Räumen
  • laufende Autos und Motorräder in der Garage
  • Pellet-Lager

So misst ein CO-Warnmelder

CO-Warnmelder sind speziell für das Erkennen von Kohlenmonoxid entwickelt. Sie sind daher kein Ersatz für Rauchmelder und dürfen nur zusätzlich zu diesen installiert werden. Diese Geräte verfügen über einen elektrochemischen Sensor, der die Kohlenmonoxid-Konzentration in seiner Umgebung in regelmäßigen Abständen misst. Für sichere Messergebnisse sollten sie im Gegensatz zu Rauchmeldern in einer Höhe von rund 1,50 Metern bzw. in Kopfhöhe an der Wand angebracht werden.

Man kann diese Melder auch in gleicher Höhe auf Schränken oder in Regalen aufstellen. Wichtig ist, dass sich das Kohlenmonoxid nicht womöglich unerkannt schon bis in Deckenhöhe ausgebreitet hat. Die Langzeitbatterien dieser an WLAN-Router erinnernden Warnmelder halten fünf bis zehn Jahre. Darüber hinaus gibt es auch kombinierte Rauch- und Kohlenmonoxidmelder. Diese haben unterschiedliche Warntöne und optische Signale, um kritische Rauch- oder CO-Konzentrationen voneinander zu unterscheiden.

Diese Anforderungen müssen erfüllt sein

Für CO-Warnmelder gelten die gleichen Anforderungen nach DIN 14604 wie für Rauchmelder. Außerdem muss die in DIN EN 50291 geregelte Produktnorm erfüllt sein. Anbieter dieser Geräte verweisen auf die Sorgfaltspflicht von Eigentümern und Hausverwaltungen, was Leben und Gesundheit von Mietern betrifft. Dennoch ist die Anschaffung und Installation letztlich eine private Entscheidung. Um künftig Unglücksfälle wie die eingangs genannten zu verhindern, sind Aufklärung und Beratung gefragt. Neben anerkannten Institutionen wie TÜV SÜD können auch die Medien dazu beitragen, dass in Haushalten mit Kohlenmonoxid-Risikopotenzial CO-Warnmelder als Sicherheitsmaßnahme noch breiter akzeptiert werden.